Bio Hotel Flachauerhof

Die Rauhnächte in den Bergen

Ein alter Brauch ist das Räuchern – oder „Rachn“ in den Bergen genannt – in der alpinen Kultur. In den Tagen vom Weihnachtstag bis zu den heiligen drei Königen am 6. Januar sieht und riecht man es.

Angeblich geht dieser Brauch über viele Jahrhunderte zurück, erste Aufzeichnungen gibt es aus den Jahren 1520 und 1534. Weit älter sind die mündlichen Überlieferungen.

Angeblich soll in der Mitte der Rauhnächte, genau zum Jahreswechsel, die so genannte „Wilde Jagd“ aufbrechen. Geister und Dämonen ziehen dann wild durch’s Land. Hier in den Bergregionen des Salzburger Landes hält sich dieser Glaube mit den Perchtenläufen. Die Perchten symbolisieren diese Geister und Dämonen. Der Rauch des Räucherns und der Lärm der Böller zu Silvester soll diese wilden Gesellen vertreiben.

Angeblich durfte früher auch keine Unordnung zu den Rauhnächten herrschen. Es durften keine Wäscheleinen gespannt sein, da sich ja die Wilde Jagd darin verfangen könnte, es durfte keine Unterwäsche aufgehängt sein, da die Wilde Jagd sonst über die Frauen „herfallen“ würde. Und angeblich durfte keine weiße Wäsche aufgehängt sein, da die wilden Reiter sie stehlen könnten und im Laufe des Jahres als Leichentuch für die Besitzer nützen könnten.

Angeblich war das damals nicht nur einen Wilde Jagd, sondern auch eine wilde Zeit.

In der heutigen Zeit löst der Duft des Rauhnächte den Duft der Weihnachtsbäckereien ab. Es riecht herrlich nach Kräutern und Weihrauch. Die Kräuter werden übrigens zu Mariä Himmelfahrt gesammelt, in der Kirche geweiht, getrocknet und erst zu Weihnachten fein gehackt. So will es die Tradition in den Alpentälern.

Nicht nur angeblich, sondern sicher, ist der Duft des Räucherns herrlich. Man kann es förmlich spüren, wie sich Spannungen lösen und die Luft sich reinigt. Es gibt einfach ein gutes Gefühl und die Stimmung aller hebt sich. Und ein schöner alpenländischer Brauch für die ganze Familie ist es obendrein.

Besuchen Sie uns im BIOHOTEL FLACHAUERHOF in Flachau – und spüren Sie es selbst.